Nun ist es etwas über zwei Jahre her, dass ich diesen Blog gestartet hab. Was hat sich geändert? Einiges. Derzeit ist kaum Zeit, Neues zu schreiben, die Inspiration fehlt, eine Muse gibt es auch nicht. Aber das ist normal, hin und wieder gibt es Phasen, da fließt das Wort nicht zu Papier. Im letzten Jahr sind nur 16 Artikel dazugekommen, so dass es nun 55 Beiträge gibt, dazu wurden 90 Meinungen und 203 Spamversuche hinterlassen, beides hat also ein wenig abgenommen, der Spam jedoch hat sich ca. verzehnfacht. Jedoch sind die Aufrufe mehr geworden! Das freut mich natürlich
. Nun auch wieder die meistgelesenen Gedichte:
- Entscheide dich! (Mach endlich Schluss) mit 306 Aufrufen,
- Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach mit 250 Aufrufen und
- Wenn die Liebe geht mit 190 Aufrufen.
Rund 4200 Besucher kamen im letzten Jahr dazu, das ist toll. Der Monat mit den meisten Aufrufen war mit 609 diesmal der Februar, was meine absolut subjektive Meinung bestätigt, dass es in der kalten Jahreszeit die meisten zu Gedichten hinzieht.
Nun hoff ich, dass ich im kommenden Jahr wieder mehr Zeit finde, um ein paar Gedichte oder Gedanken zu veröffentlichen.
Ich las in alten Zeilen,
erinnerte mich dir,
und musste kurz verweilen
in Zeiten. Du warst hier.
Du musstest damals gehen,
was uns Zukünfte nahm.
Du gingst mit argen Wehen,
ich blieb mit etwas Scham.
Du gingst mit großem Hoffen,
ich sah bereits das Ende.
Für dich war es noch offen,
für mich gabs keine Wende.
Nun suchte ich dich wieder,
wollt fragen, wie’s dir geht.
Da schlug sich etwas nieder …
Ich sah, es ist zu spät.
Du willst Kontakt vermeiden,
denn du willst nicht mehr leiden.
Zu sehr hab ich verletzt
und Hoffnungen zerfetzt.
So lass ich Abstand walten,
dein Leben selbst gestalten
und funk dir nicht dazwischen
und werd mich nicht einmischen.
Kannst mich zu recht anklagen,
doch eins muss ich noch sagen:
Es tut mir wirklich leid.
Ich war noch nicht bereit.
© lyriksplitter
Als Strahlen die Seele noch wärmten
Hatte mein Lächeln noch Flügel.
Als Strahlen zum Horizont schwärmten
Setzte mein Herz sich den Riegel.
Es scheint wohl der Mond aufgegangen.
Und irgendwo starb dort ein Stern.
Ich schlief als die Engel noch sangen.
Mein Herz hält von dir sich jetzt fern.
Denn als die Sonne noch schien,
Hat mein Herz sanft an dir gehangen.
Und manchmal ganz leise geschrien.
Die Sonne ist untergegangen.
Es scheint wohl der Mond aufgegangen.
Du strahlst nun in anderem Licht.
Mein Herz hat nun blassere Wangen.
Ich fühle dich endgültig nicht.
© lyriksplitter
Heut Nacht geh ich wieder saufen,
lass das Bier in Strömen laufen,
scheiß auf das, was mich bedrückt,
heut Nacht werd ich schnell beglückt.
Hier ein Bier und da ein’ Kurzen,
noch geh ich aufs Klo zum Furzen.
Später furz ich wo ich will.
(Dann ists wenigstens nicht still.)
Seh die Mädels, die da kommen,
Seh die Mädels, die da gehn.
Macht der Alkohol benommen,
versuch ich dennoch grad zu stehn.
Will doch besten Eindruck schinden
bei den ganzen schönen Frau’n.
Nicht im dunkeln Raum verschwinden,
nein, ich will nur ihr Vertrau’n.
Denn ich red es gern daher:
“Ich bin nur heut abend so.
Heut der Tag war wirklich schwer.
Warte, ich muss kurz aufs Klo.”
Das Pissoir vor mir, es schwankt,
Passiert, wenn man zuviel getankt …
So kehr ich wieder an die Bar,
erzähle viel, wenig ist wahr.
Plötzlich sind sie alle weg.
Ich wach auf und lieg im Dreck.
Wunder mich und schwank nach hause.
“Mann, war das wieder ne Sause!”
Fall ins Bett, auch mit Klamotten,
morgen werden viele spotten.
Mir egal, die Nacht war toll!
Morgen!!!
… … … … …… … bin ich wieder voll.
© lyriksplitter
Ein Wort mit Widerspruch in sich: Trauerfeier.
Was schreibt der Streit nur für Gespräche
wenn hitzig böse Worte fliegen.
Man schwor, dass man nie Schwüre bräche
und das man niemals würde lügen.
Doch ist man erst im Wortgefecht,
so tritt die Wahrheit schnell ans Licht.
Respekt und Liebe schienen echt,
doch sind sie es anscheinend nicht.
Spricht man in milden, lieben Zeiten
davon wie toll der and’re ist,
zeigt sich recht schnell bei Streitigkeiten
mit welchem Maß der and’re misst.
Fehlen dann Reue, fehlen Tränen
und fehlt im Herz sogar das Sehnen
ist’s Zeit vom Kurs hinfortzustreben,
ist’s Zeit, sein Leben selbst zu leben.
09.03.2009
© lyriksplitter
Nen traurigen Blick werf ich dir hinterher
Mein Herz fühlt sich plötzlich so einsam und leer
Ich habe ganz kurz einen Traum geträumt
Dann hat die Wahrheit ihn weggeräumt
Wir fanden uns süß, wir fanden uns schön
Wir hatten Interesse uns wiederzusehn
Doch merkten wir schon nach den ersten Tagen
Wir reden vorbei, wenn wir etwas sagen
Was uns unterschied, war einfach zu groß
Ich will nicht. Ich will nicht! – Doch lass ich dich los
Denn manche der Träume lassen sich nicht leben
Beim kleinsten Versuch wär die Chance schon vergeben
04.03.2009
© lyriksplitter
Du sprachst von technischen Problemen
und ob wir dir da helfen können
(für dich fahr ich auch bis nach Jemen,
ganz ehrlich, ich würd sogar rennen)
Du weißt, dass ich dich treffen möchte,
du brachtest mir schlaflose Nächte.
Nun frag ich: geht es um’s Problem?
Oder willst du mich wirklich sehn?
Mein Fachwissen wäre von Nutzen,
die Frage war schon gut gewählt.
Nur das Problem würd mich verdutzen,
wenns das nur wär, was für dich zählt.
Ich hoff, du suchst das Eis zu brechen,
weil ich trotz täglichem Kontakt
dich nicht mehr wagte anzusprechen.
Die Schüchternheit hat mich gepackt.
04.03.2009
© lyriksplitter
Gefühlt sind Jahre schon vergangen,
ich kuschelte mit fremden Wangen,
doch nie im Ernst und nie von Dauer.
Keine durchbrach bei mir die Mauer.
Denn was da hin und wieder blitzte,
war das, wovor ich mich doch schützte:
Gefühl und Bindungsambitionen.
Davor wollt ich mich derzeit schonen.
Ich bin mit Arbeit zugeschüttet
und alles, worum man mich bittet
muss ich bedauerlich absagen.
Mir fehlt die Zeit für fremde Fragen.
Ich wollte meinen Job erfüllen
und bei der alten Liebe bleiben.
Ich dachte insgeheim im Stillen:
mich wird von ihr niemand wegtreiben.
Und trotz gefühlter langer Jahre
waren es rotblond lange Haare
die mein Herz höher schlagen ließen
und trockne Knospen ließen sprießen.
Und ihre blauen Augen trafen
mitten ins – es war eingeschlafen -
mitten ins Herz voll Regentropfen.
Seit dem ists wieder laut am Klopfen.
Und jeden Tag ersehne ich
- selbst wenn ich geh schau ich zurück -
ersehne ich ganz dringiglich
ersehne ich den süßen Blick.
Denn einzig sie hast es geschafft
die Mauer blickend zu durchbrechen.
Und dieser Blick gibt mir die Kraft
sie nochmals wieder anzusprechen.
Nun, da mein Herz schon für sie schlägt,
schickt es die alte Liebe fort.
Sie hat mich schon zu sehr geprägt.
Sie zu vergessen wäre Mord.
04.03.2009
© lyriksplitter
Solang ich mit dir nicht glücklich bin,
ist der Trennungsgedanke da.
Macht uns’re Liebe dann noch Sinn,
wo ich doch eine andere sah?
© lyriksplitter