Archiv für Februar, 2008

Morgen wird Sie mir ein anderer stehlen,

und ich hab vergessen, Kondome zu zählen.

Ab morgen wird mich eine Frage quälen:

Wird denn ab morgen eines fehlen?

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Kompromisse

Kompromisse sind die Basis des Wir.

Traurige Schönheit

Das hätt ich nie gedacht!
Traf ich doch letzte Nacht
Eine wunderbare Frau.

Nicht kenn ich ihren Körperbau,
Nicht kenn ich ihre Oberweite,
Nicht kenn ich ihre „Hinternbreite“

Dies Treffen war nicht wie die andern
Es war nicht dieses Blickewandern
Ich hab mich einfach hingesetzt,
den Durst mit einem Bier benetzt

mich höflich kurz mal vorgestellt
und noch ein weit’res Bier bestellt.
Ein bisschen was von mir erzählt,
was mich bewegt und was mich quält.

Da stellte Sie mir eine Frage:
„Schau mich an – schweige – und dann sage,
ohne das du ins Schweigen fliehst,
was du in mir wirklich siehst!“

Ich sah zwei schöne, volle Lippen,
ließ meine Augen daran nippen.
und doch erstrahlten ihre Augen,
zeigten, dass sie an Hoffnung glauben.

Ich sah ihr Alter im Gesicht,
Ihr Wahres sagte Sie mir nicht,
Ich blickte Sie an und ich spürte,
dass Sie im Leben Trauer führte.

Und alles, was ich ihr dann nannte,
war, dass ich Traurigkeit erkannte.
Und das, so sprach die schöne Frau
träfs auf den Kopf – ja punktgenau.

Mir zeigte ihr Erscheinungsbild,
dass Trauer auch mit Schönheit spielt.
Ein letzter Blick, ein Griff zur Hand –
Ein Abschiedskuss — und sie verschwand.

© lyriksplitter

Nur ein Blick

Letzte Nacht in meiner Bar
Es war mal wieder keiner da
Nur der Barmann und Musik
und keine Frau – da fehlt der Kick

Ich bestellte mir ein Bier
dachte: „nur das trink ich hier“
Und der DJ spielte Salsa,
wollte längst schon gehen, falls da

mich nicht doch ein Blick festhält
und mich auf die Probe stellt.
Und dann kam dein süßer Blick
‚ warf ihn liebevoll zurück

sah dein Lächeln, sah dein Winken
und sah deine Augen blinken.
Schüchternheit stahl mir die Antwort
und so blieb ich an mei’m Standort

blickte ganz verstohlen weg
warf den Blick hinab zum Dreck
suchte Ausreden am Boden
und fand keine – dachte: „so denn

such ich deines Blickes Nähe!
Schau, ob ich dich nochmal sehe.“

Und dein Blick traf mich erneut
was mich umso mehr erfreut‘
Doch dann nahmst du deine Sachen
– Das kannst du doch jetzt nicht machen! –

Bist gegangen ohne Wort
Ließest mich an diesem Ort.
Hast mir ein‘ letzten Blick geschenkt,
der mich auf mei’n Heimweg lenkt.

© lyriksplitter