Archiv für Juli, 2008

Der letzte Hoffnungsfunke

Und als der letzte Funke
Heimging aus der Spelunke
Begann aufs Meer zu preschen,
um sich dort auszulöschen

kam trotz der Wolkenwogen
ein Sonnenstrahl geflogen
und sprach zu ihm im Trost
„Sei Ihrer nicht erbost,

Sie kommt und wird sich melden!
Nur sei nicht gar so schnell, denn
Sie ist in fremden Wäldern
und singt mit fremden Feldern.

Doch wenn Sie kommt nach Hause,
gibt es ’ne kleine Sause
mit Ihr in der Spelunke!
Kopf hoch, mein Gold’ner Funke!“

27.07.2008

© lyriksplitter

Advertisements

endlich urlaub, endlich ruhe, endlich zeit
endlich sind wir beide nur zu zweit
arm in arm am strand liegen
zusehn, wie die möwen fliegen

auf des meeres rauschen
ganz besonnen lauschen
sonnenstrahlen haschen
meeresbrisen naschen

zeit, den alltag zu vergessen,
mit all den dingen, die da stressen
zeit, uns beide zu genießen,
sich vom alltag auszuschließen

endlich urlaub, endlich zeit, endlich ruhe,
ein warmer strand braucht keine schuhe
auf uns wartet das wattenmeer …

Doch Ich bin ausgelaugt und leer

Mir fehlts an Zeit, Mir fehlts am Geld
Mir fehlt der Partner, der Mich hält
in Ihren Armen möcht Ich ruhn
und wenn, dann nur mit Ihr was tun

Doch dieser Urlaub ist nicht Meiner
Die alte Liebe fährt bis dann
Und wartend wird die Hoffnung kleiner
Und Meine Liebe ruft nicht an

© lyriksplitter

Der einst so parallele Weg
ist heute ein gebrochner Steg.
Wir beide ließen ihn brechen.
Es könnte, es müsste sich rächen.

Vom Steg nun schaue ich ins Meer
Es ist so weit, so groß – so leer.
Ich muss die Reisetasche packen,
Doch sitzt mir glatt die Angst im Nacken.

Wir hatten mal Ebbe – wir hatten mal Flut,
Mal tanzten die Wellen – mal schäumte die Wut,
Wir standen im Sturm, wir lauschten der Flaute,
Wir brachten die Sonne zum Eis und es taute.

Oft saßen wir beide im eigenen Boot,
Doch fischten wir uns aus der Sturmesnot.
Wir schweißten die Kähne noch enger zusammen.
Wir waren es auch, die zum Untergang schwammen.

Und unser Boot sank und wir kämpften mit Wogen,
Versuchten zu biegen, was schon war verbogen.
Wir drohten gemeinsam im Meer zu versinken,
Wir mussten uns lösen, um nicht zu ertrinken.

Dann bogst du ab mit der nächsten Welle,
Entferntest dich von mir mit langsamer Schnelle,
Ich sah es schon kommen, doch konnt‘ es nicht fassen,
Und musste dich dennoch … fortschwimmen lassen.

Jetzt stehst du am Strand, das Meer im Rücken,
Versuchst dich auf anderem Weg zu beglücken.
Blickst nochmal zurück und siehst mich beim Kämpfen,
Doch seh ich den Strand nicht vor Tränenkrämpfen.

Dein Herz wartet noch – doch die Beine, sie schreiten,
Auf dass sie zum Sonnenaufgang dich geleiten.
Ich wünsch dir viel Glück an der nächsten Verzweigung,
Es küsst dich mein Herz in tiefster Zuneigung.

Es flammt nochmals auf die gesalzene Glut.
Ich muss dich vergessen – so weh es auch tut.
Und langsam laufe ich rückwärts zu mir.
Ein Teil meines Herzens bleibt immer bei dir.

27.05.2008

© lyriksplitter