Archiv für Oktober, 2008

Strohfeuer

Gestern abend wieder schön im Club gewesen.
Wollte Bierchen trinken und Gedichte lesen.
Doch dann kamst du, begrüßtest mich mit offnen Armen,
wir plauderten und tranken Bier, saßen im Warmen.

Zu spätrer Stund wurde es Zeit nach haus zu gehn.
Ich dachte mir, ich bring dich heim und dann mal sehn.
Du überraschtest mich, indem du mich hast reingezogen,
dass ich es nicht gewollt hätt wär gelogen.

Nahmst mich in deinen Arm und küsstest mich,
was ich nicht wusste: du verliebtest dich.
Ich wollt den Alltag einfach mal vergessen,
und nun bist du von mir mehr als besessen.

Willst mich treffen, willst mich sehn,
willst mit mir spazieren gehn.
Und wollt ich anfangs doch nur Spaß,
ist halb voll halb leeres Glas.

Doch wie das Schicksal manchmal spielt,
hat es bei uns wohl falsch gezielt.
Du musstest unsre Stadt verlassen,
bist zwischen fremden Menschenmassen,

und wir sind wiedermal allein
und würden gern zusammen sein.
Doch die Distanz trennt unsren Traum,
die Blätter trocknen schon am Baum.

Ich würd dich gerne wieder küssen,
ich weiß, auch du wirst es vermissen.
Es scheint nur eins, was wir noch müssen,
und das ist: das Kapitel schließen.

05.10.2008

© lyriksplitter

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Trennungsschmerzen

Dann, wenn ich verstehe,
werd ich Tränen weinen.
Dass ich nicht mit dir gehe,
wird mir dann klar erscheinen.

Ich werde dich vermissen,
als Freundin und als Frau.
Ich darf dich nie mehr küssen,
ja selbst, wenn ich mich trau.

Geneigt wär ich dem Triebe,
doch dein Herz hört mir zu.
Ich fühle keine Liebe.
Ich lass dein Herz in Ruh.

Lass etwas Zeit vergehen,
bis du mich nicht vermisst.
Erst dann wirst du verstehen,
dass es so besser ist.

03.10.2008

© lyriksplitter

Bevor sie kamen, die Tränen,
bist du lieber gegangen.
Es war noch ein letztes Sehnen
als mein Blick an dir gehangen.

Du wolltest es unbedingt hören,
dass ich es beim Namen nenne.
Es war so, als sollte ich schwören,
dass ich dich ab jetzt nicht mehr kenne.

„Willst du dich wirklich trennen?
So sag es! So sag es halt doch!“
Ich musste das Wort direkt nennen,
und mein Herz, es zitterte noch.

Dort, wo wir uns kennenlernten,
dort traf sich der erste Kuss.
Dort war es, wo wir uns entfernten,
dort hieß es: „Mein Herz, ich mach Schluss.“

Ich musste, denn ich hab gespürt,
dass ich derzeit nicht lieben kann.
Wohin uns das Schicksal führt,
dass zeigt die Zeit irgendwann.

03.10.2008

© lyriksplitter

Verwirrt

Blaue Haare? Blonde Zähne?
Rote Augen? Weißer Mund?
Alles, wonach ich mich sehne:
Ordnung – denn sie macht gesund.

©lyriksplitter