Archiv für April, 2009

Ich las in alten Zeilen,
erinnerte mich dir,
und musste kurz verweilen
in Zeiten. Du warst hier.

Du musstest damals gehen,
was uns Zukünfte nahm.
Du gingst mit argen Wehen,
ich blieb mit etwas Scham.

Du gingst mit großem Hoffen,
ich sah bereits das Ende.
Für dich war es noch offen,
für mich gabs keine Wende.

Nun suchte ich dich wieder,
wollt fragen, wie’s dir geht.
Da schlug sich etwas nieder …
Ich sah, es ist zu spät.

Du willst Kontakt vermeiden,
denn du willst nicht mehr leiden.
Zu sehr hab ich verletzt
und Hoffnungen zerfetzt.

So lass ich Abstand walten,
dein Leben selbst gestalten
und funk dir nicht dazwischen
und werd mich nicht einmischen.

Kannst mich zu recht anklagen,
doch eins muss ich noch sagen:
Es tut mir wirklich leid.
Ich war noch nicht bereit.

© lyriksplitter

Advertisements

Als Strahlen die Seele noch wärmten
Hatte mein Lächeln noch Flügel.
Als Strahlen zum Horizont schwärmten
Setzte mein Herz sich den Riegel.

Es scheint wohl der Mond aufgegangen.
Und irgendwo starb dort ein Stern.
Ich schlief als die Engel noch sangen.
Mein Herz hält von dir sich jetzt fern.

Denn als die Sonne noch schien,
Hat mein Herz sanft an dir gehangen.
Und manchmal ganz leise geschrien.
Die Sonne ist untergegangen.

Es scheint wohl der Mond aufgegangen.
Du strahlst nun in anderem Licht.
Mein Herz hat nun blassere Wangen.
Ich fühle dich endgültig nicht.

© lyriksplitter