Archive for the ‘Gedichte’ Category

EHE

So klar wie ich es plötzlich sehe
es dauert schon ein bisschen, ehe
man sich sagt: ich stehe
zu dir – und nenn das Ehe.

Doch ehe ihr in Ehe verwest:
Errare Humanum Est.

 

© lyriksplitter

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Erwachsen aus Moral und Treue
geschändet durch den Alkohol
Durchzieht es mich mit schwerer Reue
Und mir wird mulmig, gar nicht wohl. Weiterlesen »

und ich klick auf dein profil
und ich schreib dir einen text
doch ich drücke nicht auf senden
ja, wir hatten damals sex
doch du musstest es beenden.
ich weiß nicht was du versteckst
Wars vom Alkohol zu viel?
damals dein Mann, heute dein Ex

(Damals die gute alte Zeit)

Und ich wünsche mir so sehr
dass du mich jeden Tag vermisst
doch mein Postfach bleibt so leer
schworst, dass du mich nie vergisst
und der gottverdammte grüne Punkt
leuchtet grell und lacht mich aus
online bist du, und du schreibst nicht
kein Wort lock ich aus dir raus

(21.03.2015) © lyriksplitter

Würdest du nur einen Funken Liebe entgegensprühn
Wär bei mir ein Flächenbrand statt diesem leisen Glühn
Würden deine Gedanken mehr um mich kreisen
Würde mein Herz näher zu dir reisen.

Müsst ich nicht Tage auf Nachrichten warten
Wär es nicht so trocken im Hoffnungsgarten.

So bleibt nur die Hoffnung, so bleibt nur ein Schimmern
Und manchmal wird daraus ein sehnsücht’ges Wimmern.

Du könntest den Garten ein bisschen mehr gießen,
Dann würd selbst der kleinste Funken schnell sprießen

Verliebter Samen kennt keine Geduld.
Gießt du ihn nicht, ist sein Tod deine Schuld.
Doch vielleicht ist genau das dein Wille?
Schweig, mein Herz. Schweig!

(Stille)

 

© lyriksplitter 27.02.2015

Wie kann man Dich nur Teilzeit lieben?
Und das dann auch noch Ehe nennen?
Was bitte ist denn dann geblieben?
Warum sollt‘ man sich dann nicht trennen?

Kein Stolz der Welt gibt’s zu gewinnen
Indem Du ihm die Treue hältst.
Wie Eis wird Hass herniederrinnen,
indem Du Dich noch weiter quälst.

Vor Jahren wäre schon zerbrochen
Ein Teil der Lieb von ihm für Dich.
Warum hat er dann Treu‘ versprochen
Indem er Dich geehelicht?

Und Du erzählst mir all die Dinge
Und in mir köchelt leise Wut.
Zeigst mir Verlob- und Eheringe
und in mir sprießt, was einst geruht.

Und plötzlich klopft das Herz und schreit:
Ich bin für Dich, für Dich bereit!
Vergiss, wer Dich nicht lieben kann!
Ich steh zu Dir – wär gern Dein Mann!

Und übertreibt ich hin und wieder
Und singe dümmste Liebeslieder
Spür ich doch, was da in mir schwirrt.
Mein Herz hat sich noch nie geirrt.

Ich kann mich Dir nicht mehr verwehren
Und würd wie’s Dir gebührt Dich ehren.
Hol Dich aus diesem Unglück raus.
Und bring Dich endlich heim nach haus.

© lyriksplitter

Hundertfünfundneunzigtausend

Hundertfünfundneunzigtausend
Worte wogten in mir drin,
heftig drängelnd und aufbrausend –

 

Alle weg.  – Wo seid ihr hin?

© lyriksplitter

Sie sagen man soll es nicht brechen
doch nennen es Eheversprechen.
Was sagt dann ein Ehebrecher?
War wohl nur ein Freud’scher Versprecher.

© lyriksplitter

Oh Alkohol, du hast mich wieder
Ich weiss, du hast mich auch vermisst.
Jetzt singen wir gemeinsam Lieder
Bis einer in die Hose pisst.

Die abstinente Zeit war schaurig,
Am Samstag schon um 11 ins Bett!
Und war ich früher einmal traurig,
Warst du bei mir und ich dann nett.

Der Ablauf war auch stets der Gleiche:
Berauscht war jeder Abend geil.
Morgens war ich dann meist ’ne Leiche
Und wankte heim – irgendwie heil.

Nur fällt mir heute auf mit Schrecken:
Es schimmert viel in falschem Licht!
Erinnerungen spiel’n Verstecken!
Und ich entdeck sie einfach nicht!

… (02.09.2014)
© lyriksplitter

Es tut so weh, dich weinen zu sehn
Wie deine Tränen rollen
Und dein Versuch sie zu unterdrücken

Und es tut noch mehr weh dann einfach zu gehn
Als würde ich nicht mehr wollen.
Ich sollte dich doch beglücken!

Mir fehlen die Worte um dir zu beschreiben
warum ich so kalt und emotionslos erscheine
Ich will gerade nicht bleiben
Wir sind zu zweit grad alleine.

Und diese Zeilen zu tippen
fällt mir unglaublich schwer
Es rollen Tränen über Lippen
Doch mein Herz scheint so leer.

Ich liege nachts über wach
bin am Haare raufen –
Mir sind die Beine zu schwach
um weiter zu laufen.

Ich lass mich selbst grade schleifen,
tanze voll aus der Reihe.
Ich brauche Zeit zum Begreifen,
Verzeih mir, Verzeihe!

Falschfahrer

Nach langem Ritt mit manchem Höhepunkt,
durch (Venus)hügel und Zwillingsgelände,
hats arg geknallt und doll gefunkt,
doch ist die Reise nun an ihrem Ende.

Zum Rückspiegel gewendet spricht man noch:
„Die Fahrt war toll, ich möchte sie nicht missen“
Doch drückt nach jedem noch so kurzen Ritt
die Bremse auf das schlecht‘ Gewissen.

Wer falschrum durch die Einbahnstraße rast,
den trifft der Blitzer oder gar die Polizei,
oder nen Baum, neben dem das Auto grast.
Doch egal wie, es geht meist schnell vorbei.

Und wen all dies nicht trifft, den trifft die Zeit,
denn jede Straße hat auch mal ein Ende.
Und meistens ist man dann noch nicht bereit,
doch irgendwann kommt stets die Wende.

macht süchtig Spaß, gerade ob der Angst

05.12.2011

© lyriksplitter