Posts Tagged ‘Allein’

Nen traurigen Blick werf ich dir hinterher
Mein Herz fühlt sich plötzlich so einsam und leer
Ich habe ganz kurz einen Traum geträumt
Dann hat die Wahrheit ihn weggeräumt

Wir fanden uns süß, wir fanden uns schön
Wir hatten Interesse uns wiederzusehn
Doch merkten wir schon nach den ersten Tagen
Wir reden vorbei, wenn wir etwas sagen

Was uns unterschied, war einfach zu groß
Ich will nicht. Ich will nicht! – Doch lass ich dich los
Denn manche der Träume lassen sich nicht leben
Beim kleinsten Versuch wär die Chance schon vergeben

04.03.2009
© lyriksplitter

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Strohfeuer

Gestern abend wieder schön im Club gewesen.
Wollte Bierchen trinken und Gedichte lesen.
Doch dann kamst du, begrüßtest mich mit offnen Armen,
wir plauderten und tranken Bier, saßen im Warmen.

Zu spätrer Stund wurde es Zeit nach haus zu gehn.
Ich dachte mir, ich bring dich heim und dann mal sehn.
Du überraschtest mich, indem du mich hast reingezogen,
dass ich es nicht gewollt hätt wär gelogen.

Nahmst mich in deinen Arm und küsstest mich,
was ich nicht wusste: du verliebtest dich.
Ich wollt den Alltag einfach mal vergessen,
und nun bist du von mir mehr als besessen.

Willst mich treffen, willst mich sehn,
willst mit mir spazieren gehn.
Und wollt ich anfangs doch nur Spaß,
ist halb voll halb leeres Glas.

Doch wie das Schicksal manchmal spielt,
hat es bei uns wohl falsch gezielt.
Du musstest unsre Stadt verlassen,
bist zwischen fremden Menschenmassen,

und wir sind wiedermal allein
und würden gern zusammen sein.
Doch die Distanz trennt unsren Traum,
die Blätter trocknen schon am Baum.

Ich würd dich gerne wieder küssen,
ich weiß, auch du wirst es vermissen.
Es scheint nur eins, was wir noch müssen,
und das ist: das Kapitel schließen.

05.10.2008

© lyriksplitter

Nur ein Blick

Letzte Nacht in meiner Bar
Es war mal wieder keiner da
Nur der Barmann und Musik
und keine Frau – da fehlt der Kick

Ich bestellte mir ein Bier
dachte: „nur das trink ich hier“
Und der DJ spielte Salsa,
wollte längst schon gehen, falls da

mich nicht doch ein Blick festhält
und mich auf die Probe stellt.
Und dann kam dein süßer Blick
‚ warf ihn liebevoll zurück

sah dein Lächeln, sah dein Winken
und sah deine Augen blinken.
Schüchternheit stahl mir die Antwort
und so blieb ich an mei’m Standort

blickte ganz verstohlen weg
warf den Blick hinab zum Dreck
suchte Ausreden am Boden
und fand keine – dachte: „so denn

such ich deines Blickes Nähe!
Schau, ob ich dich nochmal sehe.“

Und dein Blick traf mich erneut
was mich umso mehr erfreut‘
Doch dann nahmst du deine Sachen
– Das kannst du doch jetzt nicht machen! –

Bist gegangen ohne Wort
Ließest mich an diesem Ort.
Hast mir ein‘ letzten Blick geschenkt,
der mich auf mei’n Heimweg lenkt.

© lyriksplitter