Posts Tagged ‘Einsicht’

Oh Alkohol, du hast mich wieder
Ich weiss, du hast mich auch vermisst.
Jetzt singen wir gemeinsam Lieder
Bis einer in die Hose pisst.

Die abstinente Zeit war schaurig,
Am Samstag schon um 11 ins Bett!
Und war ich früher einmal traurig,
Warst du bei mir und ich dann nett.

Der Ablauf war auch stets der Gleiche:
Berauscht war jeder Abend geil.
Morgens war ich dann meist ’ne Leiche
Und wankte heim – irgendwie heil.

Nur fällt mir heute auf mit Schrecken:
Es schimmert viel in falschem Licht!
Erinnerungen spiel’n Verstecken!
Und ich entdeck sie einfach nicht!

… (02.09.2014)
© lyriksplitter

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Ich las in alten Zeilen,
erinnerte mich dir,
und musste kurz verweilen
in Zeiten. Du warst hier.

Du musstest damals gehen,
was uns Zukünfte nahm.
Du gingst mit argen Wehen,
ich blieb mit etwas Scham.

Du gingst mit großem Hoffen,
ich sah bereits das Ende.
Für dich war es noch offen,
für mich gabs keine Wende.

Nun suchte ich dich wieder,
wollt fragen, wie’s dir geht.
Da schlug sich etwas nieder …
Ich sah, es ist zu spät.

Du willst Kontakt vermeiden,
denn du willst nicht mehr leiden.
Zu sehr hab ich verletzt
und Hoffnungen zerfetzt.

So lass ich Abstand walten,
dein Leben selbst gestalten
und funk dir nicht dazwischen
und werd mich nicht einmischen.

Kannst mich zu recht anklagen,
doch eins muss ich noch sagen:
Es tut mir wirklich leid.
Ich war noch nicht bereit.

© lyriksplitter

Streitgespräche

Was schreibt der Streit nur für Gespräche
wenn hitzig böse Worte fliegen.
Man schwor, dass man nie Schwüre bräche
und das man niemals würde lügen.

Doch ist man erst im Wortgefecht,
so tritt die Wahrheit schnell ans Licht.
Respekt und Liebe schienen echt,
doch sind sie es anscheinend nicht.

Spricht man in milden, lieben Zeiten
davon wie toll der and’re ist,
zeigt sich recht schnell bei Streitigkeiten
mit welchem Maß der and’re misst.

Fehlen dann Reue, fehlen Tränen
und fehlt im Herz sogar das Sehnen
ist’s Zeit vom Kurs hinfortzustreben,
ist’s Zeit, sein Leben selbst zu leben.

09.03.2009
© lyriksplitter

Nen traurigen Blick werf ich dir hinterher
Mein Herz fühlt sich plötzlich so einsam und leer
Ich habe ganz kurz einen Traum geträumt
Dann hat die Wahrheit ihn weggeräumt

Wir fanden uns süß, wir fanden uns schön
Wir hatten Interesse uns wiederzusehn
Doch merkten wir schon nach den ersten Tagen
Wir reden vorbei, wenn wir etwas sagen

Was uns unterschied, war einfach zu groß
Ich will nicht. Ich will nicht! – Doch lass ich dich los
Denn manche der Träume lassen sich nicht leben
Beim kleinsten Versuch wär die Chance schon vergeben

04.03.2009
© lyriksplitter

Solang ich mit dir nicht glücklich bin,
ist der Trennungsgedanke da.
Macht uns’re Liebe dann noch Sinn,
wo ich doch eine andere sah?

© lyriksplitter

Es gibt in meinem Leben ein Prinzip
und es hat nichts zu tun mit meiner Lieb.
Es ist nur so: man muss nicht immer alles wissen,
denn oft genug gehts uns damit wirklich beschissen.

Würde sie all die kleinen Flirts gestehn,
dürfte sie keinen jemals wiedersehn
Ich weiß, sie tuts, und das auch nur zum Spaß
Dennoch wär ich vor Eifersucht ganz tränennaß.

Und wüsste sie von all den fremden Frauen
Würd sie mir sicherlich nicht mehr vertrauen.
(Nicht, dass da irgendwas gelaufen ist,
außer dass man sich auf die Wange küsst.)

Und so schweigt jeder über das, was er erlebt,
auch wenn eventuell das Herz kurz bebt.
Das Beben ist am nächsten Tag meist eh vorbei,
und das, was wirklich zählt, sind nur wir zwei.

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Ist besser so.
Sie macht nicht heiß, was sie nicht weiß.
So bleibt man froh.

Sieh, das Prinzip ist sicherlich kein Freifahrtschein.
Denn Fremdgehn darf bei echter Lieb nicht sein.
Doch Eifersucht macht oft das Leben schwer.
Und stresst und fördert Steit und macht mich leer.

01.02.2009

© lyriksplitter

3000 angefang’ne Briefe
und keinen hab ich dir gesandt.
Mir ists, als ob ich manchmal schliefe,
im Traume hältst du meine Hand.

Nur schlafend bin ich dir begegnet
und durfte dich dort kennenlernen.
Im Traum war unser Weg geebnet,
der Wecker ließ den Traum entfernen.

Ich hab gewartet auf ein Wort
oder ein winzig kleines Zeichen.
Und doch, so scheint es, bist du fort,
und ich kann dich doch nicht erreichen.

Echt schade, dass ich nie erfahre,
ob es für uns nie Chancen gab.
Die Ungewissheit über Jahre
ist das, was ich von dir nur hab.

Du sagtest doch: „Ich melde mich!“
Zwei Monate ists her.
Doch Ungewissheit quälte sich
ins Herz und fegt es leer.

Ach, hättest du nur abgesagt,
dann wärs gewiss und ohne Hoffen.
Und keine Frage, die da plagt –
Ohne dein Wort bleibt es stets offen.

© lyriksplitter

Durchs Fenster weht der kalte Wind
und bläst den Rauch der Kippe weg.
Trotz dass wir wieder zweisam sind,
fühlst du dich manchmal an wie Dreck.

Es macht kein‘ Sinn mit dir zu gehn,
doch ohne dich ists leer.
Dass wir gemeinsam Zukunft sehn,
wird langwierig und schwer.

Denn trotz dass ich dir weh getan
und Schmerzen zugefügt,
hast du’s mit ihm ja eh getan
und spieltest frisch verliebt.

Ich weiß nicht, ob ich es ertrag,
dass du mit ihm geschlafen.
Und was ich mein Herz ewig frag:
„Bleibst du in ihrem Hafen?“

Auf unserem gemeinsam Ziel
gabs Streit und argen Zwist.
Du brachtest fremden Mann ins Spiel.
Ob mein Herz das vergisst?

Probleme, die wir beide kannten,
betrafen nur uns beide.
Kein Grund, dass sie den Andern nannten
und ich zwecks ihm nun leide.

Und diese Last sehnt sich nach Rache
und bleibt doch ungesühnt.
Ich wachse zum gemeinen Drache
auch wenn mich das nicht rühmt.

Doch wenn wir je zusammenleben,
werde ich stets nach Andern streben
Und jetzt zu wissen, dass es kracht
eröffnet mir schlaflose Nacht.

Es wird dich verletzten
und Rache nicht stillen.

Es wird dich zerfetzen
und mich nicht erfüllen.

© lyriksplitter

und wenn ich ehrlich bin
es fehlte das klopfen
ich weiß nicht wann es ging
nun hör ich kullernde tropfen

ich weiß nicht, ob ich dich liebe
oder ob ich vermisse
vielleicht galten dem triebe
die letzteren küsse

du bist immernoch schön
sagen augen und herz
und doch lass ich dich gehn
und auch mir bleibt der schmerz

trotz vergangenen dingen
die manches erschweren
kann man die liebe nicht zwingen
wiederzukehren.

©lyriksplitter

Nun sitz ich hier – wenn auch alleine – zwischen Gleisen,
ich würde gerne auch, wie du, kurz mal verreisen.
Ein Schritt nach links – ein Schritt nach rechts – schon ists vorbei.
Was soll ich leben ohne dich – mir einerlei.

Ich hab im Leben viel erlebt, mal Ros‘ – mal Dorn.
Und dann besinn ich mich … und blick nach vorn.
Ich traf die Eine und verliebte mich sofort.
Traf eine and’re – Internet nennt man den Ort.

Die Eine meldet sich meist nicht und ich muss warten.
Die andre ruft mich täglich an und will was starten.

Und du rufst an mit falschem Mann und möchtest reden.
Und was du sagst, versprech ich dir, verletzt wohl jeden.
du hast mit fremden Mann geschlafen – es war schlecht.
In meinem Kopf kursiert nur eins: geschieht dir recht.

du hast den Rat, den ich dir gab, einfach missachtet
und hast mein Herz mit deinen Taten abgeschlachtet.

(Die Regeln: )

Auch wenn es hätte Spaß gemacht:
Niemals in der ersten Nacht!
Beim ersten Mal nicht ohne Schutz,
vielleicht klebt an ihm kranker Schmutz.

Denn wer nicht hören will, so sagt man, der muss fühlen.
Und sollte nicht mit ungeahnt‘ Gefahren spielen.
(Juli 2008 )

Es lief nicht gut, das weiss ich selbst, doch Zeit bringt Rat.
Und statt zu klären und zu warten kam die Tat.
Du bist gegangen … , lagst in fremdem Arm.
Ich war allein und hab geweint und dir war warm.

Erst jetzt hast du gemerkt, Warten wär besser.
Und dass es leider nicht lief wie geplant.
Doch statt Geduld und Zeit kam nur das Messer,
welches uns trennt – okay, ich habs geahnt.

Ich hab genausowenig Kraft zum Kampf verschwendet
Hab mich mir selbst und meinem Ego zugewendet.
Es schien, als sei es besser für uns beide.
Ich wollte, dass ich nicht mehr leide.

Nun bist du wieder da doch mein Herz schweigt.
Weder auf dich, die Andre noch die Eine
ists worauf meine Liebe zeigt.
Ich bleib, so scheints, vorerst alleine.

(vervollständigt bzw. weitergeführt am 22.09.2008 )

© lyriksplitter