Posts Tagged ‘Frust’

Taten aus Trotz

Die größte Angst sind mir Taten aus Trotz,
dass meine Liebste sie beging oder begeht,
und heule ich dann salzgebacknen Rotz,
ist doch die Tat getan, die eisig steht.

und tuts ihr leid und schmerzt es sie auch sehr,
ists doch geschehn und nicht leicht zu vergessen.
Die trotz’ge Tat macht mir mein Herz so schwer,
Der Trotz ließ dich mit falschem Auge messen.

Flirte(st) mit Fremden, um dich gut zu fühlen,
triff(st) sie für die Bestätigung.
Du solltest nicht mit meinem Herze spielen,
das ist verfrevelte Betätigung.

Verwechsel nicht den Trotz mit deinem Stolz,
Denn Edelmut und Dummheit sind sich nah.
Du fühlst dich dadurch an wie faules Holz,
ob dem, was dir im sturen Trotz geschah.

© lyriksplitter

Inspiriert durch Frederik’s „Trotz und Trubel“.

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Nun sitz ich hier – wenn auch alleine – zwischen Gleisen,
ich würde gerne auch, wie du, kurz mal verreisen.
Ein Schritt nach links – ein Schritt nach rechts – schon ists vorbei.
Was soll ich leben ohne dich – mir einerlei.

Ich hab im Leben viel erlebt, mal Ros‘ – mal Dorn.
Und dann besinn ich mich … und blick nach vorn.
Ich traf die Eine und verliebte mich sofort.
Traf eine and’re – Internet nennt man den Ort.

Die Eine meldet sich meist nicht und ich muss warten.
Die andre ruft mich täglich an und will was starten.

Und du rufst an mit falschem Mann und möchtest reden.
Und was du sagst, versprech ich dir, verletzt wohl jeden.
du hast mit fremden Mann geschlafen – es war schlecht.
In meinem Kopf kursiert nur eins: geschieht dir recht.

du hast den Rat, den ich dir gab, einfach missachtet
und hast mein Herz mit deinen Taten abgeschlachtet.

(Die Regeln: )

Auch wenn es hätte Spaß gemacht:
Niemals in der ersten Nacht!
Beim ersten Mal nicht ohne Schutz,
vielleicht klebt an ihm kranker Schmutz.

Denn wer nicht hören will, so sagt man, der muss fühlen.
Und sollte nicht mit ungeahnt‘ Gefahren spielen.
(Juli 2008 )

Es lief nicht gut, das weiss ich selbst, doch Zeit bringt Rat.
Und statt zu klären und zu warten kam die Tat.
Du bist gegangen … , lagst in fremdem Arm.
Ich war allein und hab geweint und dir war warm.

Erst jetzt hast du gemerkt, Warten wär besser.
Und dass es leider nicht lief wie geplant.
Doch statt Geduld und Zeit kam nur das Messer,
welches uns trennt – okay, ich habs geahnt.

Ich hab genausowenig Kraft zum Kampf verschwendet
Hab mich mir selbst und meinem Ego zugewendet.
Es schien, als sei es besser für uns beide.
Ich wollte, dass ich nicht mehr leide.

Nun bist du wieder da doch mein Herz schweigt.
Weder auf dich, die Andre noch die Eine
ists worauf meine Liebe zeigt.
Ich bleib, so scheints, vorerst alleine.

(vervollständigt bzw. weitergeführt am 22.09.2008 )

© lyriksplitter

Vergeudete Zeit?

Ich hab stunden gesessen
und auf Dich gewartet
hab die zeit vergessen
und ein spatz ist gestartet

hab gewartet auf ein‘ blick
auf Dein lächeln, einen gruß
der spatz zwischert ein stück
regen küsst Meinen fuß

vergeben war die zeit
nasse flügel hat der spatz
bist Du noch nicht bereit?
vielleicht war (heut) für Mich kein platz

die hoffnung wird verflucht
und die verliebten – euphorie
wird’s als fehlschlag verbucht?
der spatz flüstert: morgen früh?

© lyriksplitter

Ihr Bessermenschen

Ihr meint, ihr müsstet lästern?
Ihr seid besser? Schon seit gestern?
Ihr seid stärker? Ihr seid schneller?
Und im Geiste auch noch heller?

Zeigt euch stets von bester Seite?
Geht nur unter gleiche Leute.
Habt noch nie ein Wort gezeigt.
Verschweigt ihrs, weil ihr besser seid?

Nun denn, so lasst euch eines sagen:
Ich werd nicht lästern und nicht fragen.
Könnt ihr denn zu euch selber stehn?
Echt? Hosen runter, ich will sehn!

© lyriksplitter