Posts Tagged ‘Hoffnung’

Das Hoffnungs-Oxymoron

Es ist hoffnungslos, sich keine Hoffnungen machen zu wollen.

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Würdest du nur einen Funken Liebe entgegensprühn
Wär bei mir ein Flächenbrand statt diesem leisen Glühn
Würden deine Gedanken mehr um mich kreisen
Würde mein Herz näher zu dir reisen.

Müsst ich nicht Tage auf Nachrichten warten
Wär es nicht so trocken im Hoffnungsgarten.

So bleibt nur die Hoffnung, so bleibt nur ein Schimmern
Und manchmal wird daraus ein sehnsücht’ges Wimmern.

Du könntest den Garten ein bisschen mehr gießen,
Dann würd selbst der kleinste Funken schnell sprießen

Verliebter Samen kennt keine Geduld.
Gießt du ihn nicht, ist sein Tod deine Schuld.
Doch vielleicht ist genau das dein Wille?
Schweig, mein Herz. Schweig!

(Stille)

 

© lyriksplitter 27.02.2015

Ich las in alten Zeilen,
erinnerte mich dir,
und musste kurz verweilen
in Zeiten. Du warst hier.

Du musstest damals gehen,
was uns Zukünfte nahm.
Du gingst mit argen Wehen,
ich blieb mit etwas Scham.

Du gingst mit großem Hoffen,
ich sah bereits das Ende.
Für dich war es noch offen,
für mich gabs keine Wende.

Nun suchte ich dich wieder,
wollt fragen, wie’s dir geht.
Da schlug sich etwas nieder …
Ich sah, es ist zu spät.

Du willst Kontakt vermeiden,
denn du willst nicht mehr leiden.
Zu sehr hab ich verletzt
und Hoffnungen zerfetzt.

So lass ich Abstand walten,
dein Leben selbst gestalten
und funk dir nicht dazwischen
und werd mich nicht einmischen.

Kannst mich zu recht anklagen,
doch eins muss ich noch sagen:
Es tut mir wirklich leid.
Ich war noch nicht bereit.

© lyriksplitter

Gefühlt sind Jahre schon vergangen,
ich kuschelte mit fremden Wangen,
doch nie im Ernst und nie von Dauer.
Keine durchbrach bei mir die Mauer.

Denn was da hin und wieder blitzte,
war das, wovor ich mich doch schützte:
Gefühl und Bindungsambitionen.
Davor wollt ich mich derzeit schonen.

Ich bin mit Arbeit zugeschüttet
und alles, worum man mich bittet
muss ich bedauerlich absagen.
Mir fehlt die Zeit für fremde Fragen.

Ich wollte meinen Job erfüllen
und bei der alten Liebe bleiben.
Ich dachte insgeheim im Stillen:
mich wird von ihr niemand wegtreiben.

Und trotz gefühlter langer Jahre
waren es rotblond lange Haare
die mein Herz höher schlagen ließen
und trockne Knospen ließen sprießen.

Und ihre blauen Augen trafen
mitten ins – es war eingeschlafen –
mitten ins Herz voll Regentropfen.
Seit dem ists wieder laut am Klopfen.

Und jeden Tag ersehne ich
– selbst wenn ich geh schau ich zurück –
ersehne ich ganz dringiglich
ersehne ich den süßen Blick.

Denn einzig sie hat es geschafft
die Mauer blickend zu durchbrechen.
Und dieser Blick gibt mir die Kraft
sie nochmals wieder anzusprechen.

Nun, da mein Herz schon für sie schlägt,
schickt es die alte Liebe fort.
Sie hat mich schon zu sehr geprägt.
Sie zu vergessen wäre Mord.

04.03.2009
© lyriksplitter

Und ich denk immernoch an dich,
Ich hab dich Jahre nicht gesehn.
Und ich denk immernoch an dich,
Und frag mich: Wie wirds dir wohl gehn?

Und ich denk immernoch an dich,
Vielleicht hast du mich längst vergessen.
Und ich denk immernoch an dich,
Was wird aus unser’m Abendessen?

Und ich denk immernoch an dich,
Wir wollten doch nen Drink genießen!?
Und ich denk immernoch an dich,
Du ließest Liebesknospen sprießen.

Und ich denk immernoch an dich,
Deswegen wollt ich dich ausführen.
Und ich denk immernoch an dich,
Und sehen, ob wir etwas spüren.

Und ich denk immernoch an dich,
Doch da wir uns bisher nicht sahen,
Denk ich wohl immernoch an dich,
Fühl ich das Ende langsam nahen.

Und ich denk immernoch an dich,
Das Ende bleibt vorerst noch offen,
Und ich denk immernoch an dich,
Ich weiß: zuletzt stirbt erst das Hoffen.

(Und ich denk immernoch an dich.)

© lyriksplitter

und du warst weg, ich hab geweint, ich hab geflucht
hast mit nem andern deinen urlaubstrip gebucht
ich hab nach ablenkung und alkohol gesucht

du warst am meer mit ihm zusammen über tage
ich warnte dich, doch für dich gab es keine frage
am fünften tag hast du gerufen: welche plage

dir sei nun klar, dass es mit ihm nicht funktioniert
du hättest es schon viel zulange ausprobiert
und dass er nicht so ist wie ich hat dich schockiert

ich wollte dich nach diesen worten bitter hassen
und hab mein leben einfach so versauern lassen
und mein gesicht ward überströmt von tränenmassen

du tats mir leid, ich tat mir leid, er tat mir leid
ihr ward zu zweit, ich hab gespeit und war voll neid
du bist entweiht und ich zum streit mit mir bereit

und als du wiederkamst, da wolltest du mich sehen
in deiner stimme lag ein hoffnungsvolles flehen
ich wollte anders, doch ich musste zu dir gehen

da standst du vor mir und warst schöner als zuvor
ich rief zu mir: geh schnell nach hause, alter tor!
doch mein gefühl klang heller als ein engelschor

so blieb ich bei dir und ich lauschte deinem wort
und das gefühl trieb all den hass und kummer fort
und es kam regen, doch ich blieb an deinem ort

du sagst, das meer hat nur von mir … gesprochen
du sagst, der wind hat nur nach mir … gerochen
und du sagst nichts, doch weisst genau: mein herz: gebrochen

als das gewitter kam, da rückten wir zusammen
ich wollte, doch ich konnte nicht das messer rammen
und vielleicht werd ich dich dafür einst noch verdammen

und mein kopf sprach: ihr wisst, dass ihr es lassen müsst
nichtsdestotrotz haben wir uns inniglich geküsst
und wir gestanden uns, wie sehr wir uns vermisst

dein bett war warm, der regen kalt und es war nacht
so haben wir die kalten stunden eng verbracht
und alte liebe frisch verliebt erneut entfacht

es kam der morgen und ich brachte dich zum bus
und als ich ging, da sagtest du beim letzten kuss:
es ist nicht alt, es ist nicht neu, es ist nicht schluss.

.
.
.

jedoch weiss ich, dass ich dich doch verlieren muss

© lyriksplitter

Der letzte Hoffnungsfunke

Und als der letzte Funke
Heimging aus der Spelunke
Begann aufs Meer zu preschen,
um sich dort auszulöschen

kam trotz der Wolkenwogen
ein Sonnenstrahl geflogen
und sprach zu ihm im Trost
„Sei Ihrer nicht erbost,

Sie kommt und wird sich melden!
Nur sei nicht gar so schnell, denn
Sie ist in fremden Wäldern
und singt mit fremden Feldern.

Doch wenn Sie kommt nach Hause,
gibt es ’ne kleine Sause
mit Ihr in der Spelunke!
Kopf hoch, mein Gold’ner Funke!“

27.07.2008

© lyriksplitter

endlich urlaub, endlich ruhe, endlich zeit
endlich sind wir beide nur zu zweit
arm in arm am strand liegen
zusehn, wie die möwen fliegen

auf des meeres rauschen
ganz besonnen lauschen
sonnenstrahlen haschen
meeresbrisen naschen

zeit, den alltag zu vergessen,
mit all den dingen, die da stressen
zeit, uns beide zu genießen,
sich vom alltag auszuschließen

endlich urlaub, endlich zeit, endlich ruhe,
ein warmer strand braucht keine schuhe
auf uns wartet das wattenmeer …

Doch Ich bin ausgelaugt und leer

Mir fehlts an Zeit, Mir fehlts am Geld
Mir fehlt der Partner, der Mich hält
in Ihren Armen möcht Ich ruhn
und wenn, dann nur mit Ihr was tun

Doch dieser Urlaub ist nicht Meiner
Die alte Liebe fährt bis dann
Und wartend wird die Hoffnung kleiner
Und Meine Liebe ruft nicht an

© lyriksplitter

Vergeudete Zeit?

Ich hab stunden gesessen
und auf Dich gewartet
hab die zeit vergessen
und ein spatz ist gestartet

hab gewartet auf ein‘ blick
auf Dein lächeln, einen gruß
der spatz zwischert ein stück
regen küsst Meinen fuß

vergeben war die zeit
nasse flügel hat der spatz
bist Du noch nicht bereit?
vielleicht war (heut) für Mich kein platz

die hoffnung wird verflucht
und die verliebten – euphorie
wird’s als fehlschlag verbucht?
der spatz flüstert: morgen früh?

© lyriksplitter

Der Geist war willig, das Fleisch nun stark.
Bald schon spaziere ich im Park.
Verschließe die vergang’ne Tür,
denn dann bin ich ganz fest bei Ihr.

Die Gründe, die das Fleisch einst schwächten,
gehören den vergang’nen Nächten.
Der Geist war einst noch ihr gesonnen,
doch das Verliebtsein hat gewonnen

und treibt mich schnell weit weg von ihr.
Ich hoffe sehr, Sie ist bald mir.
Es wird zwar noch ein bisschen dauern,
Geduld jedoch schafft keine Mauern.

Mit Ruhe und Gelassenheit,
ein bisschen Charme und Sinnlichkeit
sind wir vielleicht schon bald zu Zweit
ich steh dazu: ich bin bereit.

Der Geist ist willig, das Fleisch nun auch,
und das Gefühl in meinem Bauch
hat sich entwickelt und gewandelt,
und hofft, dass es mit Ihr anbandelt.

Und denkst du, Sie wär nur Ersatz,
hab ich hier noch zwei Zeilen Platz:
sie und Sie sind zwei Kapitel
aber das sagt ja schon der Titel.
🙂

© lyriksplitter