Posts Tagged ‘Schönheit’

Ich wär so gern in dich verliebt,
Und würd dich gern erobern wollen,
Dass es zwischen uns Liebe gibt,
Und wir am Strand im Wasser tollen.

Ich seh dich, oh du Wunderschöne,
Doch fehlt der Schmetterling im Bauch.
Anscheinend bist du diese jene,
Die bleibt geheimnisvoll im Rauch.

Ich freu mich immer, dich zu sehn
Und süßes Lächeln zu erhaschen.
Würd gern mit dir was trinken gehn,
Und von den zarten Lippen naschen.

Und doch: mein Herz brennt nicht in Liebe,
Sondern verweilt in Einsamkeit.
Es scheint, als ob’s so immer bliebe
Und wir werden niemals zu zweit.

Der Traum, dir völlig zu verfallen,
Bleibt nur im Traum ein wahres Wort.
Du scheinst die Schönste unter allen,
Doch das Verliebtsein: es bleibt fort.

Seltsam: obwohl ich dich vergötter,
Erhöhet sich mein Herzschlag nicht.
Das Schicksal scheint mein größter Spötter,
Denn Liebe scheint mir nicht in Sicht.

Ich werf den Handkuss und zieh weiter,
Und schau, wohin es mich noch schiebt.
Dein Lächeln stimmt mich immer heiter.
Ach, wär ich nur in dich verliebt.

© lyriksplitter

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Traurige Schönheit

Das hätt ich nie gedacht!
Traf ich doch letzte Nacht
Eine wunderbare Frau.

Nicht kenn ich ihren Körperbau,
Nicht kenn ich ihre Oberweite,
Nicht kenn ich ihre „Hinternbreite“

Dies Treffen war nicht wie die andern
Es war nicht dieses Blickewandern
Ich hab mich einfach hingesetzt,
den Durst mit einem Bier benetzt

mich höflich kurz mal vorgestellt
und noch ein weit’res Bier bestellt.
Ein bisschen was von mir erzählt,
was mich bewegt und was mich quält.

Da stellte Sie mir eine Frage:
„Schau mich an – schweige – und dann sage,
ohne das du ins Schweigen fliehst,
was du in mir wirklich siehst!“

Ich sah zwei schöne, volle Lippen,
ließ meine Augen daran nippen.
und doch erstrahlten ihre Augen,
zeigten, dass sie an Hoffnung glauben.

Ich sah ihr Alter im Gesicht,
Ihr Wahres sagte Sie mir nicht,
Ich blickte Sie an und ich spürte,
dass Sie im Leben Trauer führte.

Und alles, was ich ihr dann nannte,
war, dass ich Traurigkeit erkannte.
Und das, so sprach die schöne Frau
träfs auf den Kopf – ja punktgenau.

Mir zeigte ihr Erscheinungsbild,
dass Trauer auch mit Schönheit spielt.
Ein letzter Blick, ein Griff zur Hand –
Ein Abschiedskuss — und sie verschwand.

© lyriksplitter