Posts Tagged ‘Ungewissheit’

Du sprachst von technischen Problemen
und ob wir dir da helfen können
(für dich fahr ich auch bis nach Jemen,
ganz ehrlich, ich würd sogar rennen)

Du weißt, dass ich dich treffen möchte,
du brachtest mir schlaflose Nächte.
Nun frag ich: geht es um’s Problem?
Oder willst du mich wirklich sehn?

Mein Fachwissen wäre von Nutzen,
die Frage war schon gut gewählt.
Nur das Problem würd mich verdutzen,
wenns das nur wär, was für dich zählt.

Ich hoff, du suchst das Eis zu brechen,
weil ich trotz täglichem Kontakt
dich nicht mehr wagte anzusprechen.
Die Schüchternheit hat mich gepackt.

04.03.2009
© lyriksplitter

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Und ich denk immernoch an dich,
Ich hab dich Jahre nicht gesehn.
Und ich denk immernoch an dich,
Und frag mich: Wie wirds dir wohl gehn?

Und ich denk immernoch an dich,
Vielleicht hast du mich längst vergessen.
Und ich denk immernoch an dich,
Was wird aus unser’m Abendessen?

Und ich denk immernoch an dich,
Wir wollten doch nen Drink genießen!?
Und ich denk immernoch an dich,
Du ließest Liebesknospen sprießen.

Und ich denk immernoch an dich,
Deswegen wollt ich dich ausführen.
Und ich denk immernoch an dich,
Und sehen, ob wir etwas spüren.

Und ich denk immernoch an dich,
Doch da wir uns bisher nicht sahen,
Denk ich wohl immernoch an dich,
Fühl ich das Ende langsam nahen.

Und ich denk immernoch an dich,
Das Ende bleibt vorerst noch offen,
Und ich denk immernoch an dich,
Ich weiß: zuletzt stirbt erst das Hoffen.

(Und ich denk immernoch an dich.)

© lyriksplitter

3000 angefang’ne Briefe
und keinen hab ich dir gesandt.
Mir ists, als ob ich manchmal schliefe,
im Traume hältst du meine Hand.

Nur schlafend bin ich dir begegnet
und durfte dich dort kennenlernen.
Im Traum war unser Weg geebnet,
der Wecker ließ den Traum entfernen.

Ich hab gewartet auf ein Wort
oder ein winzig kleines Zeichen.
Und doch, so scheint es, bist du fort,
und ich kann dich doch nicht erreichen.

Echt schade, dass ich nie erfahre,
ob es für uns nie Chancen gab.
Die Ungewissheit über Jahre
ist das, was ich von dir nur hab.

Du sagtest doch: „Ich melde mich!“
Zwei Monate ists her.
Doch Ungewissheit quälte sich
ins Herz und fegt es leer.

Ach, hättest du nur abgesagt,
dann wärs gewiss und ohne Hoffen.
Und keine Frage, die da plagt –
Ohne dein Wort bleibt es stets offen.

© lyriksplitter

Verflirtet

Seit ich dich die Frage frug,
schaust du nicht mehr zu mir hin.
War die Antwort Lug und Trug?
Steht dir anderes im Sinn?

Wolltest du’s beim Flirten lassen?
Hätt ich dich nicht fragen sollen?
Das kann ich nicht wirklich fassen,
Flirt, ohne Kontakt zu wollen?

Ist das trügerische Spiel
alles, worum es dir ging?
Hat das Spiel das Spiel zum Ziel
ist es wohl ein seltsam Ding.

Bin ich schuld, dass deine Blicke
mein Herz höher schlagen ließen?
Was kann ich für diese Tücke,
dass beim Flirten Knospen sprießen?

Nun steh ich da als nasser Pudel
ärger mich, dass ich dich lieb.
Zogst du mich doch in den Strudel,
der mich stetig zu dir trieb.

Die Achterbahn fährt immernoch.
Ich find den Ausstieg nicht.
Dann lass mich weiterfahren, doch
komm und mach aus das Licht.

© lyriksplitter

Vergeudete Zeit?

Ich hab stunden gesessen
und auf Dich gewartet
hab die zeit vergessen
und ein spatz ist gestartet

hab gewartet auf ein‘ blick
auf Dein lächeln, einen gruß
der spatz zwischert ein stück
regen küsst Meinen fuß

vergeben war die zeit
nasse flügel hat der spatz
bist Du noch nicht bereit?
vielleicht war (heut) für Mich kein platz

die hoffnung wird verflucht
und die verliebten – euphorie
wird’s als fehlschlag verbucht?
der spatz flüstert: morgen früh?

© lyriksplitter

Morgen wird Sie mir ein anderer stehlen,

und ich hab vergessen, Kondome zu zählen.

Ab morgen wird mich eine Frage quälen:

Wird denn ab morgen eines fehlen?