Posts Tagged ‘Verliebt’

Würdest du nur einen Funken Liebe entgegensprühn
Wär bei mir ein Flächenbrand statt diesem leisen Glühn
Würden deine Gedanken mehr um mich kreisen
Würde mein Herz näher zu dir reisen.

Müsst ich nicht Tage auf Nachrichten warten
Wär es nicht so trocken im Hoffnungsgarten.

So bleibt nur die Hoffnung, so bleibt nur ein Schimmern
Und manchmal wird daraus ein sehnsücht’ges Wimmern.

Du könntest den Garten ein bisschen mehr gießen,
Dann würd selbst der kleinste Funken schnell sprießen

Verliebter Samen kennt keine Geduld.
Gießt du ihn nicht, ist sein Tod deine Schuld.
Doch vielleicht ist genau das dein Wille?
Schweig, mein Herz. Schweig!

(Stille)

 

© lyriksplitter 27.02.2015

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Wie kann man Dich nur Teilzeit lieben?
Und das dann auch noch Ehe nennen?
Was bitte ist denn dann geblieben?
Warum sollt‘ man sich dann nicht trennen?

Kein Stolz der Welt gibt’s zu gewinnen
Indem Du ihm die Treue hältst.
Wie Eis wird Hass herniederrinnen,
indem Du Dich noch weiter quälst.

Vor Jahren wäre schon zerbrochen
Ein Teil der Lieb von ihm für Dich.
Warum hat er dann Treu‘ versprochen
Indem er Dich geehelicht?

Und Du erzählst mir all die Dinge
Und in mir köchelt leise Wut.
Zeigst mir Verlob- und Eheringe
und in mir sprießt, was einst geruht.

Und plötzlich klopft das Herz und schreit:
Ich bin für Dich, für Dich bereit!
Vergiss, wer Dich nicht lieben kann!
Ich steh zu Dir – wär gern Dein Mann!

Und übertreibt ich hin und wieder
Und singe dümmste Liebeslieder
Spür ich doch, was da in mir schwirrt.
Mein Herz hat sich noch nie geirrt.

Ich kann mich Dir nicht mehr verwehren
Und würd wie’s Dir gebührt Dich ehren.
Hol Dich aus diesem Unglück raus.
Und bring Dich endlich heim nach haus.

© lyriksplitter

Du sprachst von technischen Problemen
und ob wir dir da helfen können
(für dich fahr ich auch bis nach Jemen,
ganz ehrlich, ich würd sogar rennen)

Du weißt, dass ich dich treffen möchte,
du brachtest mir schlaflose Nächte.
Nun frag ich: geht es um’s Problem?
Oder willst du mich wirklich sehn?

Mein Fachwissen wäre von Nutzen,
die Frage war schon gut gewählt.
Nur das Problem würd mich verdutzen,
wenns das nur wär, was für dich zählt.

Ich hoff, du suchst das Eis zu brechen,
weil ich trotz täglichem Kontakt
dich nicht mehr wagte anzusprechen.
Die Schüchternheit hat mich gepackt.

04.03.2009
© lyriksplitter

Gefühlt sind Jahre schon vergangen,
ich kuschelte mit fremden Wangen,
doch nie im Ernst und nie von Dauer.
Keine durchbrach bei mir die Mauer.

Denn was da hin und wieder blitzte,
war das, wovor ich mich doch schützte:
Gefühl und Bindungsambitionen.
Davor wollt ich mich derzeit schonen.

Ich bin mit Arbeit zugeschüttet
und alles, worum man mich bittet
muss ich bedauerlich absagen.
Mir fehlt die Zeit für fremde Fragen.

Ich wollte meinen Job erfüllen
und bei der alten Liebe bleiben.
Ich dachte insgeheim im Stillen:
mich wird von ihr niemand wegtreiben.

Und trotz gefühlter langer Jahre
waren es rotblond lange Haare
die mein Herz höher schlagen ließen
und trockne Knospen ließen sprießen.

Und ihre blauen Augen trafen
mitten ins – es war eingeschlafen –
mitten ins Herz voll Regentropfen.
Seit dem ists wieder laut am Klopfen.

Und jeden Tag ersehne ich
– selbst wenn ich geh schau ich zurück –
ersehne ich ganz dringiglich
ersehne ich den süßen Blick.

Denn einzig sie hat es geschafft
die Mauer blickend zu durchbrechen.
Und dieser Blick gibt mir die Kraft
sie nochmals wieder anzusprechen.

Nun, da mein Herz schon für sie schlägt,
schickt es die alte Liebe fort.
Sie hat mich schon zu sehr geprägt.
Sie zu vergessen wäre Mord.

04.03.2009
© lyriksplitter

Ich wär so gern in dich verliebt,
Und würd dich gern erobern wollen,
Dass es zwischen uns Liebe gibt,
Und wir am Strand im Wasser tollen.

Ich seh dich, oh du Wunderschöne,
Doch fehlt der Schmetterling im Bauch.
Anscheinend bist du diese jene,
Die bleibt geheimnisvoll im Rauch.

Ich freu mich immer, dich zu sehn
Und süßes Lächeln zu erhaschen.
Würd gern mit dir was trinken gehn,
Und von den zarten Lippen naschen.

Und doch: mein Herz brennt nicht in Liebe,
Sondern verweilt in Einsamkeit.
Es scheint, als ob’s so immer bliebe
Und wir werden niemals zu zweit.

Der Traum, dir völlig zu verfallen,
Bleibt nur im Traum ein wahres Wort.
Du scheinst die Schönste unter allen,
Doch das Verliebtsein: es bleibt fort.

Seltsam: obwohl ich dich vergötter,
Erhöhet sich mein Herzschlag nicht.
Das Schicksal scheint mein größter Spötter,
Denn Liebe scheint mir nicht in Sicht.

Ich werf den Handkuss und zieh weiter,
Und schau, wohin es mich noch schiebt.
Dein Lächeln stimmt mich immer heiter.
Ach, wär ich nur in dich verliebt.

© lyriksplitter

Und ich denk immernoch an dich,
Ich hab dich Jahre nicht gesehn.
Und ich denk immernoch an dich,
Und frag mich: Wie wirds dir wohl gehn?

Und ich denk immernoch an dich,
Vielleicht hast du mich längst vergessen.
Und ich denk immernoch an dich,
Was wird aus unser’m Abendessen?

Und ich denk immernoch an dich,
Wir wollten doch nen Drink genießen!?
Und ich denk immernoch an dich,
Du ließest Liebesknospen sprießen.

Und ich denk immernoch an dich,
Deswegen wollt ich dich ausführen.
Und ich denk immernoch an dich,
Und sehen, ob wir etwas spüren.

Und ich denk immernoch an dich,
Doch da wir uns bisher nicht sahen,
Denk ich wohl immernoch an dich,
Fühl ich das Ende langsam nahen.

Und ich denk immernoch an dich,
Das Ende bleibt vorerst noch offen,
Und ich denk immernoch an dich,
Ich weiß: zuletzt stirbt erst das Hoffen.

(Und ich denk immernoch an dich.)

© lyriksplitter

3000 angefang’ne Briefe
und keinen hab ich dir gesandt.
Mir ists, als ob ich manchmal schliefe,
im Traume hältst du meine Hand.

Nur schlafend bin ich dir begegnet
und durfte dich dort kennenlernen.
Im Traum war unser Weg geebnet,
der Wecker ließ den Traum entfernen.

Ich hab gewartet auf ein Wort
oder ein winzig kleines Zeichen.
Und doch, so scheint es, bist du fort,
und ich kann dich doch nicht erreichen.

Echt schade, dass ich nie erfahre,
ob es für uns nie Chancen gab.
Die Ungewissheit über Jahre
ist das, was ich von dir nur hab.

Du sagtest doch: „Ich melde mich!“
Zwei Monate ists her.
Doch Ungewissheit quälte sich
ins Herz und fegt es leer.

Ach, hättest du nur abgesagt,
dann wärs gewiss und ohne Hoffen.
Und keine Frage, die da plagt –
Ohne dein Wort bleibt es stets offen.

© lyriksplitter

Strohfeuer

Gestern abend wieder schön im Club gewesen.
Wollte Bierchen trinken und Gedichte lesen.
Doch dann kamst du, begrüßtest mich mit offnen Armen,
wir plauderten und tranken Bier, saßen im Warmen.

Zu spätrer Stund wurde es Zeit nach haus zu gehn.
Ich dachte mir, ich bring dich heim und dann mal sehn.
Du überraschtest mich, indem du mich hast reingezogen,
dass ich es nicht gewollt hätt wär gelogen.

Nahmst mich in deinen Arm und küsstest mich,
was ich nicht wusste: du verliebtest dich.
Ich wollt den Alltag einfach mal vergessen,
und nun bist du von mir mehr als besessen.

Willst mich treffen, willst mich sehn,
willst mit mir spazieren gehn.
Und wollt ich anfangs doch nur Spaß,
ist halb voll halb leeres Glas.

Doch wie das Schicksal manchmal spielt,
hat es bei uns wohl falsch gezielt.
Du musstest unsre Stadt verlassen,
bist zwischen fremden Menschenmassen,

und wir sind wiedermal allein
und würden gern zusammen sein.
Doch die Distanz trennt unsren Traum,
die Blätter trocknen schon am Baum.

Ich würd dich gerne wieder küssen,
ich weiß, auch du wirst es vermissen.
Es scheint nur eins, was wir noch müssen,
und das ist: das Kapitel schließen.

05.10.2008

© lyriksplitter

und du warst weg, ich hab geweint, ich hab geflucht
hast mit nem andern deinen urlaubstrip gebucht
ich hab nach ablenkung und alkohol gesucht

du warst am meer mit ihm zusammen über tage
ich warnte dich, doch für dich gab es keine frage
am fünften tag hast du gerufen: welche plage

dir sei nun klar, dass es mit ihm nicht funktioniert
du hättest es schon viel zulange ausprobiert
und dass er nicht so ist wie ich hat dich schockiert

ich wollte dich nach diesen worten bitter hassen
und hab mein leben einfach so versauern lassen
und mein gesicht ward überströmt von tränenmassen

du tats mir leid, ich tat mir leid, er tat mir leid
ihr ward zu zweit, ich hab gespeit und war voll neid
du bist entweiht und ich zum streit mit mir bereit

und als du wiederkamst, da wolltest du mich sehen
in deiner stimme lag ein hoffnungsvolles flehen
ich wollte anders, doch ich musste zu dir gehen

da standst du vor mir und warst schöner als zuvor
ich rief zu mir: geh schnell nach hause, alter tor!
doch mein gefühl klang heller als ein engelschor

so blieb ich bei dir und ich lauschte deinem wort
und das gefühl trieb all den hass und kummer fort
und es kam regen, doch ich blieb an deinem ort

du sagst, das meer hat nur von mir … gesprochen
du sagst, der wind hat nur nach mir … gerochen
und du sagst nichts, doch weisst genau: mein herz: gebrochen

als das gewitter kam, da rückten wir zusammen
ich wollte, doch ich konnte nicht das messer rammen
und vielleicht werd ich dich dafür einst noch verdammen

und mein kopf sprach: ihr wisst, dass ihr es lassen müsst
nichtsdestotrotz haben wir uns inniglich geküsst
und wir gestanden uns, wie sehr wir uns vermisst

dein bett war warm, der regen kalt und es war nacht
so haben wir die kalten stunden eng verbracht
und alte liebe frisch verliebt erneut entfacht

es kam der morgen und ich brachte dich zum bus
und als ich ging, da sagtest du beim letzten kuss:
es ist nicht alt, es ist nicht neu, es ist nicht schluss.

.
.
.

jedoch weiss ich, dass ich dich doch verlieren muss

© lyriksplitter

Der letzte Hoffnungsfunke

Und als der letzte Funke
Heimging aus der Spelunke
Begann aufs Meer zu preschen,
um sich dort auszulöschen

kam trotz der Wolkenwogen
ein Sonnenstrahl geflogen
und sprach zu ihm im Trost
„Sei Ihrer nicht erbost,

Sie kommt und wird sich melden!
Nur sei nicht gar so schnell, denn
Sie ist in fremden Wäldern
und singt mit fremden Feldern.

Doch wenn Sie kommt nach Hause,
gibt es ’ne kleine Sause
mit Ihr in der Spelunke!
Kopf hoch, mein Gold’ner Funke!“

27.07.2008

© lyriksplitter