Posts Tagged ‘Verlust’

Nun sitz ich hier – wenn auch alleine – zwischen Gleisen,
ich würde gerne auch, wie du, kurz mal verreisen.
Ein Schritt nach links – ein Schritt nach rechts – schon ists vorbei.
Was soll ich leben ohne dich – mir einerlei.

Ich hab im Leben viel erlebt, mal Ros‘ – mal Dorn.
Und dann besinn ich mich … und blick nach vorn.
Ich traf die Eine und verliebte mich sofort.
Traf eine and’re – Internet nennt man den Ort.

Die Eine meldet sich meist nicht und ich muss warten.
Die andre ruft mich täglich an und will was starten.

Und du rufst an mit falschem Mann und möchtest reden.
Und was du sagst, versprech ich dir, verletzt wohl jeden.
du hast mit fremden Mann geschlafen – es war schlecht.
In meinem Kopf kursiert nur eins: geschieht dir recht.

du hast den Rat, den ich dir gab, einfach missachtet
und hast mein Herz mit deinen Taten abgeschlachtet.

(Die Regeln: )

Auch wenn es hätte Spaß gemacht:
Niemals in der ersten Nacht!
Beim ersten Mal nicht ohne Schutz,
vielleicht klebt an ihm kranker Schmutz.

Denn wer nicht hören will, so sagt man, der muss fühlen.
Und sollte nicht mit ungeahnt‘ Gefahren spielen.
(Juli 2008 )

Es lief nicht gut, das weiss ich selbst, doch Zeit bringt Rat.
Und statt zu klären und zu warten kam die Tat.
Du bist gegangen … , lagst in fremdem Arm.
Ich war allein und hab geweint und dir war warm.

Erst jetzt hast du gemerkt, Warten wär besser.
Und dass es leider nicht lief wie geplant.
Doch statt Geduld und Zeit kam nur das Messer,
welches uns trennt – okay, ich habs geahnt.

Ich hab genausowenig Kraft zum Kampf verschwendet
Hab mich mir selbst und meinem Ego zugewendet.
Es schien, als sei es besser für uns beide.
Ich wollte, dass ich nicht mehr leide.

Nun bist du wieder da doch mein Herz schweigt.
Weder auf dich, die Andre noch die Eine
ists worauf meine Liebe zeigt.
Ich bleib, so scheints, vorerst alleine.

(vervollständigt bzw. weitergeführt am 22.09.2008 )

© lyriksplitter

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und du warst weg, ich hab geweint, ich hab geflucht
hast mit nem andern deinen urlaubstrip gebucht
ich hab nach ablenkung und alkohol gesucht

du warst am meer mit ihm zusammen über tage
ich warnte dich, doch für dich gab es keine frage
am fünften tag hast du gerufen: welche plage

dir sei nun klar, dass es mit ihm nicht funktioniert
du hättest es schon viel zulange ausprobiert
und dass er nicht so ist wie ich hat dich schockiert

ich wollte dich nach diesen worten bitter hassen
und hab mein leben einfach so versauern lassen
und mein gesicht ward überströmt von tränenmassen

du tats mir leid, ich tat mir leid, er tat mir leid
ihr ward zu zweit, ich hab gespeit und war voll neid
du bist entweiht und ich zum streit mit mir bereit

und als du wiederkamst, da wolltest du mich sehen
in deiner stimme lag ein hoffnungsvolles flehen
ich wollte anders, doch ich musste zu dir gehen

da standst du vor mir und warst schöner als zuvor
ich rief zu mir: geh schnell nach hause, alter tor!
doch mein gefühl klang heller als ein engelschor

so blieb ich bei dir und ich lauschte deinem wort
und das gefühl trieb all den hass und kummer fort
und es kam regen, doch ich blieb an deinem ort

du sagst, das meer hat nur von mir … gesprochen
du sagst, der wind hat nur nach mir … gerochen
und du sagst nichts, doch weisst genau: mein herz: gebrochen

als das gewitter kam, da rückten wir zusammen
ich wollte, doch ich konnte nicht das messer rammen
und vielleicht werd ich dich dafür einst noch verdammen

und mein kopf sprach: ihr wisst, dass ihr es lassen müsst
nichtsdestotrotz haben wir uns inniglich geküsst
und wir gestanden uns, wie sehr wir uns vermisst

dein bett war warm, der regen kalt und es war nacht
so haben wir die kalten stunden eng verbracht
und alte liebe frisch verliebt erneut entfacht

es kam der morgen und ich brachte dich zum bus
und als ich ging, da sagtest du beim letzten kuss:
es ist nicht alt, es ist nicht neu, es ist nicht schluss.

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jedoch weiss ich, dass ich dich doch verlieren muss

© lyriksplitter